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Rettungstautraining im Bergwacht-Zwntrum für Sicherheit und Ausbildung, Bad Tölz

Ab Oktober 2011 werden vier neue Notärzte aus dem Klinikum Traunstein am Christoph 14 ihre ersten Hubschrauberdienste absolvieren. Auch für erfahrene Notärzte kommen im Luftrettungsdienst viele neue Eindrücke im Vergleich zum bodengebundenen Notarzteinsatz hinzu. Speziell die Anforderungen in der Bergrettung erfordern eine intensive Zusatzausbildung. Am Freitag, den 16.09.2011 hatten wir - HEMS und Ärzte - die Möglichkeit , das Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung in Bad Tölz zu nutzen. In der 1500 m² großen Simulator-Halle können Verfahrenstechniken wetterunabhängig und gefahrlos unter sehr realitätsnahen Bedigungen trainiert werden. Eine BK 117 Hubschrauberzelle kann an Kränen hängend “fliegend” durch die Halle bewegt werden. Windgeneratoren und Hubschaubergeräusche unterstützen die realistische Darstellung. Sogar an Stroboskoplichter zur Simulation des Schattenwurfes der Sonne durch die Rotorblätter wurde gedacht. Für weiterführende Luftrettungsübungen sind eine Seilbahnanlage mnit Gondeln, eine Sesselliftanlage sowie ein Wasserbecken vorhanden. Eine BO 105 Hubschrauberzelle sowie eine EC 135 (noch in Arbeit) stehen für weitere Trainingseinheiten zu Verfügung.

Der Schwerpunkt “unseres” Trainingstages war das Üben der Funk-Sprechgruppen zwischen Hubschrauberbesatzung und Luftretter, Nutzung des Rettungstaus, Kong-Sitzes und des Luftrettungssackes. So konnte neben ersten einfachen “Flügen” am Rettungstau im Laufe des Tages der Schwierigkeuitsgrad erhöht werden. Retter wurden an eine Kletterwand angeflogen und mussten sich um die Selbstsicherung kümmern oder eine Kaperbergung durchführen.

Da der Pilot im Realeinsatz die am Rettungstau hängenden Luftretter nicht sehen kann, ist die Aufgabe der HEMS (Helicopter Emergency Medical Service - Rettungsassistent am Hubschrauber) das Einsprechen des Piloten zur Einsatzstelle von der Kufe aus. Für uns HEMS war es eine sehr interessante Erfahrung, einmal den Part des Luftretters zu übernehmen und den Arbeitsplatz Hubschrauberkufe gegen den noch luftigeren Arbeitsplatz des Retters zu tauschen.

Eine Einweisung und Übung mit der Rettungswinde im Flugbetrieb (Windenrettung, Ein- und Aussteigen) rundeten den sehr effizienten Ausbildungstag ab.

Natürlich kann ein Simulator-Training das Üben unter “Echtbedigungen” nicht ersetzen. Darum wurde am 20. und 21.09.2011 noch zwei weitere, sehr intensive Trainingstage am Berg absolviert.

Vielen Dank an die Kollegen der Bergwacht für die hervorragende Ausbildung und Zusammenarbeit sowie an die Bergwacht Bayern für die Nutzung- und Trainigsmöglichkeit in der BW-ZSA in Bad Tölz.

Team Christoph 14  Traunstein

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